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Erlebnispädagogik und Schule:

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Schul-Erlebnis-Pädagogik - Was ist das? Die Schul-Erlebnis-Pädagogik (SEP) hat sich aus der Erlebnispädagogik entwickelt mit dem Ziel, Formen für die Schule zu schaffen, die dort unter den schulischen Gegebenheiten umsetzbar und einsetzbar sind. Wesentliche Kennzeichen sind: die Bildung und Stärkung der Ich-Kompetenz, die Übernahme von sozialer Verantwortung, die Eingliederung in die Klassengemeinschaft sowie der Erwerb von methodischen Kompetenzen.
In der konkreten Umsetzung heißt das im gemeinsamen Erleben eigene Stärken und Schwächen kennen und akzeptieren lernen, andere schätzen und unterstützen können, einen Platz in der Gemeinschaft finden und Freude im Miteinander haben. Begonnen wird mit dem Kennenlernen und Wahrnehmen des Gegenübers in spielerischer Form, mit vertrauensbildenden Maßnahmen und Kooperationsübungen. Problemlöseaufgaben stellen höhere Ansprüche, die erst angegangen werden können, wenn die vorherigen Stufen ausreichend und intensiv erlebt wurden. Mit Projekten und Unternehmungen lassen sich die bereits erwähnten Erfahrungen weiterführen und vertiefen, werden die Schülerinnen und Schüler einander näher gebracht und lernen zusammen zu arbeiten.

Einsatzbereiche der Schul-Erlebnis-Pädagogik:
  • Sucht- und Gewaltprävention
  • Soziales Lernen
  • Kompetenzvermittlung
  • Teambildung
  • Methodentraining
  • Persönlichkeitsbildung
  • Integration

  • Multiplikatoren für Schul-Erlebnis-Pädagogik - Ausbildung, Aufgaben und Kompetenzen:

    Für die Arbeit an Schulen sind zahlreiche Multiplikatoren ausgebildet. Diese arbeiten in folgenden Schularten: Grundschule, Förderschule, Hauptschule, Förderberufsschule und Berufsschule. Die Ausbildung beruht auf dem Gedanken der Prozessorientierung und will den Beteiligten zunächst eigene Erfahrungen und Erkenntnisse vermitteln. Die Multiplikatoren lernen die Grundlagen der Schul-Erlebnis-Pädagogik.
    Die gemeinsam erarbeiteten Standards werden bei der unterrichtlichen und schulischen Arbeit zugrunde gelegt. Das Lerntransfermodell ist Ausgangspunkt für die beständige Reflexionsarbeit. Teamentwicklung, ebenso Projektmanagement und Kommunikationsmodelle sind wesentliche Bausteine in der Ausbildung, die praktisch erfahren werden. Eine grafische Übersicht der Ausbildung Schul - Erlebnis - Pädagogik: Bitte hier klicken ...

    Die Grundlagen der Schul-Erlebnis-Pädagogik:

    „Es geht um eine Rhythmisierung des Unterrichtstages mit „Kopf - Herz und Hand. Zum Beispiel durch eine sinnvolle Einteilung des Tagesablaufs in Phasen des Lernens, des Entspannens und der Integration des Spielens. Es geht um Inseln der Ruhe und um Orte der Aktivität und Bewegung. Ziel ist ein ganzheitliches, vor allem mehr praktisches, körperliches Tun“ (H.J. Wagner).  Ein Schaubild zur Geschichte der Erlebnispädagogik: Bitte hier klicken...

    Definition von Schul-Erlebnis-Pädagogik:

    „Unter Erlebnispädagogik verstehen wir eine handlungsorientierte Methode, in der durch Gemeinschaft und Erlebnisse in naturnahen oder pädagogisch unerschlossenen Räumen neue Raum- und Zeitperspektiven erschlossen werden, die einem pädagogischen Zweck dienen“ (Heckmair/Michl 2004). In Anlehnung an Heckmair/Michl sehen wir die Aufgabe der SEP darin, Erlebnispädagogik weiterzudenken unter dem Blickwinkel Schule.

    Unser Verständnis von SEP:

    „Erlebnispädagogik ist nicht Schulung in speziellen Sportarten, wie sie von kommerziellen Sportorganisationen angeboten werden; sie ist nicht gleichzusetzen mit Extremsportarten, Sportunterricht und Fitnesstraining, paramilitärischen Aktivitäten, Überlebenstraining. Abenteuer und Risiko finden nicht ohne pädagogische (Vor-/Während-/Nach)betreuung statt“ (Annette Reiners).

    Dementsprechend liegen die Ziele der SEP in der Erziehung und Bildung: Der „Erwerb individueller Regulationsfähigkeit, die das Vermögen des Individuums einschließt, aktiv seine eigene Biografie und sein Verhältnis zur Umwelt unter den Bedingungen erhöhter Ungewissheit und Unsicherheit zu gestalten, ... [der] Beitrag des Bildungswesens zur Entwicklung der Humanressourcen in einer sich wandelnden globalisierten Gesellschaft sowie die Förderung von gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengleichheit“ (Autorenteam Bildungsberichterstattung 2008). Erziehung, Lernen und Bildung sind wesentliche Begriffe der SEP. Daraus resultierend kann ihr eine hilfreiche Rolle im Erziehungs- und Bildungsprozess zukommen: „Die Antwort auf unsere behauptete oder tatsächliche Orientierungslosigkeit ist Bildung - nicht Wissenschaft, nicht Information, nicht die Kommunikationsgesellschaft, nicht moralische Aufrüstung, nicht der Ordnungsstaat“ (Hartmut von Hentig).

    Die Geschichte der Schul-ErlebnisPädagogik, die wir bewusst so umbenannt haben, zeigt auf, dass Erlebnispädagogik sich im Kontext Schule und Erziehungsauftrag entwickelt hat und eng verknüpft ist mit der Auffassung von ganzheitlichem Lernen. An einigen historischen Vertretern lässt sich die erlebnispädagogische Geschichte kurz skizzieren. Der Blick über die Zeiten hinweg lässt eine Linie von der Erziehungslehre Platons von einer umfassenden Förderung der Jünglinge in einer gesunden Gegend über die ganzheitlichen Erziehungsvorstellungen des Aristoteles zu Jean-Jacques Rousseau, der mit als Begründer der erlebnispädagogischen Gedanken gilt, erkennen. Nach J.-J. Rousseau wird der Mensch durch drei Arten erzogen: „Die Natur oder die Menschen oder die Dinge erziehen uns. Die Natur entwickelt unsere Fähigkeiten und unsere Kräfte, die Menschen lehren uns den Gebrauch dieser Fähigkeiten und Kräfte. Die Dinge aber erziehen uns durch die Erfahrung, die wir mit ihnen machen, und durch die Anschauung“.

    Ein weiterer wichtiger Vorläufer der Erlebnispädagogik ist D.H.Thoreau. Er zeigte, dass ein Erlebnis, als eine Auszeit vom gewohnten sozialen Umfeld und den alltäglichen Verpflichtungen, einen inneren Perspektivwechsel anstoßen kann. „Das meiste von dem, was man unter den Namen Luxus zusammenfasst, und viele der so genannten Bequemlichkeiten des Lebens sind nicht nur zu entbehren, sondern geradezu Hindernisse für den Aufstieg des Menschengeschlechts“.

    K. Hahn, als „Urvater der Erlebnispädagogik“ (Annette Reiners) bezeichnet, wirkt bis heute mit seinen Konzepten in die Entwicklung und Ausprägung der Erlebnispädagogik hinein. Das Verständnis von Erleben und Erlebnis, auch seine zur Veranschaulichung ausgewählten Bilder, wirken bis in die heutige Zeit. So stehen die Outward Bound Schools als Oberbegriff für die weltweit verbreiteten Bildungsstätten erlebnispädagogischer Ausrichtung.

    Zentral bei einem weiteren wichtigen Vertreter, J. Dewey, ist der Begriff der Erfahrung: „Die aktive Seite der Erfahrung ist Ausprobieren, Versuch – man macht Erfahrungen. Die passive Seite ist ein Erleiden, ein Hinnehmen. Wenn wir etwas erfahren, so wirken wir auf dieses Etwas zugleich ein, so tun wir etwas damit, um dann die Folgen unseres Tuns zu erleiden. Wir wirken auf den Gegenstand ein, und der Gegenstand wirkt auf uns zurück“ (John Dewey). Für ihn steht der Prozess des Lernens im Vordergrund. Dieses Lernen steht im Bezug zu den sozialen Aktivitäten des Kindes, seiner Lebenswelt und soll das Kind fordern, aber nicht überfordern.

    Wesentliche Kriterien und Merkmale, die die Basis der SEP bilden, lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

    • Ganzheitlichkeit: Die Schul-Erlebnis-Pädagogik setzt nicht bei den Defiziten, sondern bei den Fähigkeiten wie auch Potentialen der Teilnehmenden an. Die gestellte Aufgabe oder Situation macht Handeln notwendig. Im Gegensatz zu theoretischen Lernsituationen werden alle Sinne angesprochen und somit nicht nur kognitive sondern auch die emotionale und aktionale Lernebenen (Annette Reiners). Somit wird davon ausgegangen, „dass das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist, dass es also Phänomene gibt, die nicht als Folge eines Teilbereichs erklärbar sind“ (Heckmair/Michl).

    • Reflexion: „Der Reflexion kommt eine zentrale Bedeutung zu. Ohne diese scheint der Transfer der gemachten Erlebnisse und Erfahrungen in den Alltag nur begrenzt möglich“ (König/König)

    • Natur: „Da die in der Erlebnispädagogik bereitgestellten Räume außerdem dem Abenteuerdrang des Menschen entsprechen, besitzen sie gleichzeitig Aufforderungscharakter, der verbunden mit Überraschungselementen, Erfolgserlebnissen etc. zur Eigeninitiative und Eigenaktivitäten motiviert“ (Annette Reiners)

    • Echtheit: „Die Situationen müssen ernsthaft, direkt, konkret und authentisch, das heißt „nicht aufgesetzt“ sein; die an die Gruppe übertragene Verantwortung muss real und nicht spielerisch sein“ (Annette Reiners).

    • Herausforderung: Die Erlebnispädagogik bietet einen Erfahrungsraum, der zum Experimentieren und Lernen auffordert. Mit Blick auf den Einzelnen wird hier ein großes Lernpotenzial angeboten. „ Persönliche Eigenschaften des Einzelnen treten in der Herausforderung, in Situationen des Nicht-Ausweichen-Könnens, im Erlebnis gegenseitiger Abhängigkeit stärker hervor als sonst.“(König/König)

    • Gruppe: Die Gruppe bietet ein Lernfeld, in dem Team-, Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktlösungsfähigkeit erprobt, angewandt und erlernt werden können. Ein wichtiger Akzent der Erlebnispädagogik liegt auf dem Erlernen sozialer Kompetenzen.

    • Freiwilligkeit: „Selbstverantwortung und Selbstbestimmung sollten jederzeit gegeben sein. Der Einzelne entscheidet selbst, ob er die Herausforderung annehmen möchte“ (König/König)

    Lernen erfolgt in der SEP, angelehnt an die erlebnispädagogischen Modelle, mit Hilfe von erlebnis- und erfahrungsorientierten Methoden, die eine Unterstützung der pädagogischen Ziele bieten. „Ein Erlebnis verrauscht und wird nicht zur Erfahrung, wenn es nicht bewusst gemacht worden ist. Es geht um Bewusstmachung. Das ist ein wesentliches Moment der Bildung. (...) Zweitens geht es um den Zusammenhang. Die einzelnen Erlebnisse müssen mit den anderen in einen Zusammenhang kommen, und der wieder in den Zusammenhang unseres sehr komplexen schwierigen Lebens“ (H.v.Hentig)

    E-Kette:

    Die E-Kette besagt, dass aus einem Ereignis ein Erlebnis werden kann, wenn das Ereignis einen Charakter hat, der sich heraushebt aus den sonstigen Alltagsereignissen: „ durch Natur und Natursport, durch die Gruppe, durch besondere Herausforderungen“ (Michl 2009).

    Mit diesem Erlebnis ist eine Aktion verbunden, die auf die Person wirkt: „Ereignisse werden individuell be- und verarbeitet“ (Michl). Wenn sich in diesem Zusammenhang eine Erfahrung entwickelt, ist ein weiterer Schritt in Richtung Lernen getan, „Erlebnisse werden mitgeteilt, diskutiert, reflektiert.“ (Michl).

    Mit Hilfe von Reflexion und Unterstützung von außen kann es zu einem sich fortsetzenden Lernprozess kommen, der eine nachhaltige Erkenntnis nach sich zieht und damit Entwicklung ermöglichen kann „Wissen wird aus den Erfahrungen aufgebaut (Konstruktion) und kann durch pädagogische Experten bereichert werden (Instruktion).“(Michl).

    Lernzonenmodell:

    Die Komfortzone ist gekennzeichnet von Alltäglichem, das ohne bedeutende Herausforderungen abläuft: „Sicherheit, Geborgenheit, Ordnung, Bequemlichkeit, Entspannung, Genuss“ (Michl 2009).

    Die Lernzone, auch „Wachstumszone“ (Michl) genannt, bietet eine Herausforderung, die das alltäglich Bestehende je nach Inhalt erweitert, in Frage stellt oder modifiziert. Hier kann Lernen stattfinden, wenn der Lernende entsprechend begleitet und unterstützt wird. In diesem Sinn wirken Motivation und angemessene Aufgabenstellung lernförderlich: „Abenteuer, Unbekanntes, Unsicherheit, Problem, Herausforderung, Unerwartetes, Risiko, Unplanbares“ (Michl).

    In der Panikzone kann eine Blockade einsetzen: „Notfall, Verletzung, objektive Gefahr, Unfall“ (Michl). Erhebliche Unsicherheiten und Panik entstehen und verhindert Lernen und können sogar das Gegenteil bewirken. „In diesem Bereich können wir nicht lernen, sondern bleiben immer nur frustriert. Alles, was darin liegt, ist unserer Persönlichkeit zu fern und zu fremd und nicht zu bewältigen“ (Senninger).

    Erlebnispädagogische Waage:

    Mit dem Bild einer Waage verdeutlicht sich das Verhältnis zwischen Ereignis und Erlebnis, Reflexion und Transfer (Heckmair / Michl). Auf der einen Seite dieser Waage befinden sich die Ereignisse. Diese Ereignisse werden von Schul-Erlebnis-PädagogInnen angeboten. In der anderen Waagschale befinden sich Erfahrung, Reflexion und Transfer. Die Persönlichkeit des Individuums stellt das Standbein der Waage dar. Die Ereignisse werden nun vom Individuum zu einem Erlebnis verarbeitet (vgl. E-Kette). Das Individuum kann das Ereignis zu einem inneren Erlebnis werden lassen und damit den Gehalt des Ereignisses zu einer wertvollen eigenen Erfahrung gestalten.

    Werden lediglich Ereignisse angeboten, neigt sich die Waagschale in Richtung Freizeitpädagogik. Wird hauptsächlich auf die Auswertung von Erlebnissen Wert gelegt, neigt sich die Waagschale zur anderen Seite, also eher in den Bereich der Selbsterfahrung. Es ist Aufgabe der SEP aus dem Erleben einen Lerneffekt zu gestalten und die Balance herzustellen. „Wie kann ich eine Unternehmung, ein Programm gestalten, wie müssen das Verhalten und die Haltung der Leitung sein, damit für die TeilnehmerInnen ein Erlebnis zur Erfahrung wird und dann im Alltag auch nachhaltig wirken kann?“ (Kreszmeier/Pfirter).

    Lerntransfermodell:

    The mountains speak for themselves: Hier steht die Überzeugung im Vordergrund, dass die Übertragung des Erlebten in Erfahrung und Gelerntes automatisch geschieht. Die Berge gelten als die stillen Meister, den Teilnehmenden bleibt es überlassen, wie sie ihre Erfahrungen verarbeiten. Aufgaben der Leitung liegen darin, Situationen zu schaffen, die Erlebnisse zu arrangieren und schwerpunktmäßig nicht Beratung und Moderation bei der Auswertung anzubieten.

    Outward Bound Plus:

    Hier findet nach der Aktivität eine Reflexion statt. Wichtig ist, Reflexion zu fördern und eine Einsicht in das eigene Handeln zu bewirken. Der Bezug zu Erlebnis und Alltag soll anschließend hergestellt werden. Die Aktion und die reflexive Aufarbeitung folgen nacheinander. Die Aufgabe der Leitung besteht darin, Reflexion anzuleiten und anzuregen. In dem Modell geht es um Lernen im Anschluss an die Erfahrung. Die Natur ist nur ein Handlungsort und es werden therapeutische Schwerpunkte gesetzt. Lernen findet hauptsächlich in der Reflexion statt und nicht mehr wie bisher in der Aktion. Kritisch ist, dass sich Erfahrungen durch Reflexion verändern und damit ein wichtiges Potenzial, das in der direkten Erfahrung und Verarbeitung liegt, verlieren.

    Metaphorisches Modell:

    Hier liegt der Akzent auf der erlebnisreichen Aktion, die jedoch nicht nur angeboten wird, sondern isomorph (Isomorphie bedeutet Strukturgleichheit. Das heißt, je mehr ein Erlebnis in seinen Grundzügen denen des Alltags ähnelt, umso wirkungsvoller kann es auf Alltagssituation übertragen werden. Eine Metapher ist der Alltagssituation um so ähnlicher, je mehr Strukturelemente auf den beiden Seiten übereinstimmen (Schödlbauer)) zur Lebensrealität ausgestaltet wird. Das kann mit Metaphernarbeit geschehen, die eine Situation in einem neuen Blickwinkel sehen lässt und hilft, aus vorgefertigten Einschätzungen heraus zu kommen. Die Botschaften, die in Bildern stecken, werden mit allen Sinnen erfahren und können so zu Erkenntnissen verhelfen. Auf angeleitete Reflexion wird verzichtet, stattdessen wird darauf gesetzt, dass die Alltagsthemen in dem Setting auftauchen und hier mit Isomorphie an die Oberfläche kommen. Diese wiederum ermöglicht dann einen Transfer, der es ermöglicht, neue Erfahrungen in den Alltag zu übertragen.

    Standards der SEP für die Kompetenzbereiche

    • pädagogisch-psychologische Kompetenz: Softskills

    • fachlich-technische Kompetenz: Hardskills

    • persönlichkeitsbezogene Kompetenz: Metaskills

    • ökologische Kompetenz

    Warum orientiert sich die SEP an Standards?

    Der SEP ist es wichtig, dass die Schul-Erlebnis-Pädagogik mit Verantwortung und Professionalität umgesetzt und in den Schulen eingesetzt wird. Ein ganz wesentlicher Aspekt liegt in einem gemeinsamen Verständnis von Sicherheitsaspekten, von fachlichen Qualifikationen und Persönlichkeit, die sich der Chancen und Grenzen bewusst ist.

    Deshalb gehören zu den Softskills konzeptionelle, prozessorientierte und gruppendynamische Fähigkeiten, die helfen mit schwierigen Situationen umzugehen sowie Angebote zur Lösung und Weiterentwicklung zur Verfügung stellen können.

    Die Hardskills berücksichtigen Fähigkeiten zur Organisation, Umgang mit Material, Berücksichtigung des Sicherheitsaspekts, eigene angemessene psychische und physische Voraussetzungen sowie theoretisches und praktisches Wissen zur Erlebnispädagogik.

    Die Metaskills beziehen sich auf die Persönlichkeit der SEPädagogInnen, bei der eine Bereitschaft zur Weiterentwicklung und selbstkritisches Hinterfragen angestrebt wird.

    Die ökologische Kompetenz beinhaltet den Bezug zur Natur und darin die Verantwortlichkeit und Respekt gegenüber allen Lebewesen und den natürlichen und kulturellen Gegebenheiten.

    Autorin: E. Post MA IRin - Akademie für Lehrerfortbildung und Personalentwicklung - Dillingen - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    Literaturliste:

    Akademie für Lehrerfortbildung (Hrsg.): Schul - Erlebnis - Pädagogik, Dillingen 2010 ( Information und Bestellmöglichkeit )

    Boeger, A.; Schut, T.(Hrsg.): Erlebnispädagogik in der Schule: Theorie, Methoden, Wirkungen. Berlin 2005

    Ferstl, A.; Schettgen, P.; Scholz, M. (Hrsg.): Der Nutzen des Nachklangs. Augsburg 2004

    Ferstl, A.; Scholz, M.; Thiesen, C. (Hrsg.): Wirksam lernen weiter bilden weiser werden. Augsburg 2006

    Fischer, T., Ziegenspeck, J.: Handbuch Erlebnispädagogik. Bad Heilbrunn 2000

    Gilsdorf, R.; Kistner, G.: Kooperative Abenteuerspiele Band 1. Seelze-Velber 2003/11 : Kooperative Abenteuerspiele Band 2 . Seelze-Velber 2002/2

    Gilsdorf, R.;Volkert, K.: Abenteuer Schule. Alling 1999

    Heckmair, B.; Michl, W. : Erleben und Lernen. Einstieg in die Erlebnispädagogik. 5.erweiterte und überarbeitete Auflage. Neuwied 2004

    Heckmair, B.: Konstruktiv lernen. Weinheim und Basel 2005 / 2

    Kreszmeier, A.H.; Hufenus, H.P.: Wagnisse des Lernens. Wien 2000

    Michl, W.: Erlebnispädagogik. München 2009

    Paffrath, H.F., Ferstl, A. (Hrsg.): Hemmungslos erleben? Horizonte und Grenzen. Augsburg 2001

    Rousseau, J.J.: Emile oder über die Erziehung. Paderborn 1978/4

    Schödlbauer, C.; Paffrath, F.H.; Michl, W. (Hrsg.): Metaphern – Schnellstraßen, Saumpfade und Sackgassen des Lernens. Augsburg 1999

    Senninger, T.: Abenteuer leiten – in Abenteuern lernen. Münster 2000

    Thoreau, D.: Walden oder Leben in den Wäldern. Zürich 1971

    Von Hentig, H.: Die Schule neu denken. München 1993